The New York Sessions
featering John Allred with Warren Vaché, Howard Alden, Jeff Phillips, Nick Parrot and Ed Metz
Allred, Bill
Label/Verlag: ARBORS
15,95 EUR
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The New York Sessions Arbors
ARCD 19395
Diese, im November 2009 eingespielte CD präsentiert das Vater-Sohn-Posaunenge-spann Bill und John Allred, wobei Bill seinem Sohn die Mitwirkung bei vier Titeln auf der Posaune und in einem Stück auf der Tuba zugesteht. Beide Posaunisten gehören zur ersten Garnitur des swingenden Mainstream-Jazz, wobei Bill Allred mehr der traditionell orientierten Spielweise zuneigt, während John vorführt, dass er sich intensiv auch mit Bebop- und Hardbop-Spielauffassungen beschäftigt. Seine Aufnahmen mit Warren Vache legen davon Zeugnis ab (siehe die Arbors-CDs „Jubilation",1P 122008-1/2009 und „Top 5helf", JP 10/2010). Wie Bill und John Allreds spannungsgeladenes dichtes Zusam-menspiel und ihre von gegenseitiger Inspiration getragenen Dialoge demonstrieren, spielen minimale gegensätzliche Spielauffassungen keine Rolle, beide Posaunisten treffen sich auf gemeinsamer Ebene. Kornettist Warren Vache ist auf dieser CD in „Davenport blues" und „Sweet 5ue, just you" vertreten. Pianist Jeff Phillips wechselt in „Red top' und „This can't be love" zur Hammond B 3, wobei er in letzterem Titel mit einem ausgedehnten 501o ein Paradestück vorführt, das sein Format auf diesem Instrument erkennen lässt - eine echte Entdeckung! Gitarrist auf diesen Aufnahmen ist Howard Alden. In elf der 13 Titel bildet Bassistin Nicki Parrott, inzwischen unverzichtbar zum harten Kern des Arbors-Musiker-Clans gehörend, mit ihrer voluminösen Tonge-bung, ergänzt durch den in allen Stücken mitwirkenden routinierten Allround-Drummer Ed Metz das mit unbeirrbarem Drive agierende rhythmische Rückgrat. Bill Allred ist im Vocal-Duett mit Nicki Parrott in Dave Frishbergs bekanntem "I want to be a sideman" zu hören. In reinem Trade-Stil, einfallsreich arrangiert und keinesfalls in abgedroschener Manier ä la DixielandFrühschoppen hört man „Muskrat ramble" mit Howard Alden auf dem Banjo und John Allred an der Tuba. Mit vorwiegend bekannten Standards bewegt sich die Band programmmäßig auf jeder siche-ren Schiene, wobei sich alle Titel durch vielfarbig angelegteArrangements und hohes interpretatorisches Niveau auszeichnen. Eine CD, die mit ihrer beeindrukkenden Farbigkeit und Frische selbst in „betagten" Standards beispielhaft für quasi zeitlosen swingenden Mainstream Jazz steht.
Gerhard Hopfe